Die belgische Traditionsbrauerei Orval setzt auf GEA Brewery Systems
An einem der beschaulichsten und landschaftlich attraktivsten Plätze im belgischen Luxemburg, im Süden der weiten Wälder der Ardennen, befindet sich eine jahrhundertealte Klosteranlage: die Zisterzienserabtei von Orval. Die Geschichte der Abtei reicht mehr als 900 Jahre zurück, sie wurde bereits im Jahre 1070 n. Chr. von den ersten Benediktinermönchen der Region bewohnt.
Außerordentliche Biere historisch verwurzelt
Die heutige Brauerei der Zisterzienserabtei von Orval wurde 1931 erbaut. Bereits ein Jahr später wurde hier das erste Trappistenbier gebraut, das auch heute noch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist und gerne konsumiert wird. Das „Orval Trappist Ale“ (Alkoholgehalt 6,2 %) hat einen vielschichtigen und außergewöhnlichen Geschmack, den es einem einzigartigen Bierhefestamm verdankt. Das Bier hat eine sehr helle Farbe, ist leicht trüb und verfügt über einen großen, schaumigen Kopf. Das „Petite Orval“ (Alkoholgehalt 3,5 %) wurde für die Mönche gebraut und ist auch heute noch ausschließlich vor Ort zu erwerben.
Modernste Sudhaustechnologie im Einklang mit traditioneller Braukunst
Die Aufgabenstellung, mit der die belgischen Traditionsbrauer an GEA Brewery Systems – dem weltweiten Kompetenzzentrum für Brauereianlagen – herangetreten sind, umfasste die Installation eines Sudhauses. Hintergrund des Auftrages war der Wunsch, dieses für ein noch traditionelleres Brauverfahren zu nutzen. Das Maischen erfolgt nun ähnlich wie beim englischen Ale in einer Art „Mash Tun“ – einem besonderen Läuterbottich. Ganz bewusst wurde auf Maischgefäße verzichtet. Das Verfahren arbeitet mit klassischer Infusion, bei der Temperaturerhöhungen nur durch Zubrühen von heißem Wasser erzielt werden. Für eine Ausschlagmenge von 200 Hektolitern und acht Suden pro Tag wurden zwei Läuterbottiche installiert. Mit modernster Technik wird das weltberühmte Orval-Bier nun nach ganz traditionellem Brauverfahren gebraut: Schrotung mit MILLSTAR™, Maischen im LAUTERSTAR™, dynamische Niederdruckkochung mit JETSTAR™ und Trubabscheidung mit GEA Westfalia Separator.
Vereinigung von Fortschritt und Brauchtum
Aber nicht nur an Technik und Technologie wurden von Anfang an höchste Maßstäbe gelegt. Der Umbau hatte im laufenden Betrieb zu erfolgen, die räumliche Enge im klösterlichen Sudhaus stellte an das Projektmanagement hohe Anforderungen bezüglich Planung und Abwicklung. Die Gefäße wurden mit klassischen Kupferhauben ausgeführt und der Fußboden auf der Bedienebene ist aus Glas. Beim Gang über den Glasboden des Sudhauses können Besucher die installierte Technik im Antriebsraum bewundern. Der Brauerei gelingt es auf eindrucksvolle Art, dem Besucher die Verbindung zwischen Tradition und Moderne nahe zu bringen.
