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Himmelsstürmer in der Wüste


Wie eine riesige Weltraumrakete auf einer Abschussrampe sieht das Gebäude aus. Oder wie eine Stadtansicht in einem alten Sciencefiction-Film. Aber der Burj Dubai soll seine Besatzung nicht in die Luft schießen. Und er ist auch längst mehr als eine Vision.

Burij Dubai - das höchste Gebäude der Welt

Schon bald wird er die Privilegierten beherbergen, die sich ein solches Zuhause leisten können. Der Burj Dubai ist ein Bau der Superlative – kaum zu glauben, was Menschen sich da ausgedacht haben.

Der Burj (arabisch für „Turm“) wird mit circa 705 Metern das höchste Gebäude der Welt sein. Damit beansprucht nach Jahrhunderten wieder ein Bauwerk in Nahost diesen Titel für sich, nachdem im Jahr 1300 die große Pyramide von Gizeh ihre Krone an die Lincoln Kathedrale abtreten musste. Vielleicht auch deshalb wird die exakte Höhe des geplanten Wolkenkratzers vorerst geheim gehalten: Für den Fall, dass jemand ihm den Rekord noch streitig machen will.

Luxus pur im Bau der Superlative


Aber es geht nicht nur um einen Super-Tower voller Luxusapartments. Den Bewohnern wird das Gebäude einen völlig neuartigen Lebensstil bieten: Mit exklusiven Restaurants, betrieben von den berühmtesten Köchen der Welt, vier luxuriösen Pools, einem Fitnesscenter, einer Bibliothek sowie Erholungsanlagen, in denen Tai Chi, Yoga und andere Wellness-Sportarten angeboten werden. Immer natürlich mit der besten Aussicht. Überhaupt werden die Bewohner wenig Gründe haben, das Gebäude zu verlassen, denn fast alles, was man braucht, ist in seinem Inneren zu finden.

Entworfen wurde der futuristische Bau von Adrian Smith, dem Stararchitekten von Skidmore, Owings & Merrill. Das Büro zeichnet auch für das Olympia Center in Chicago, Rowes Wharf in Boston und für das Gebäude der United Gulf Bank in Bahrain verantwortlich. Eine der größten Herausforderungen für den Architekten war es, das Innenklima des Bauwerks in den Griff zu bekommen. Eine gewaltige Klimaanlage bewältigt Außentemperaturen von bis zu 45 Grad Celsius und versorgt Besucher wie Bewohner mit dem Idealklima.

Technologie und Ausstattung auf hohem Niveau


GEA liefert dafür zwölf Kühltürme vom Typ Polacel CMDI 840, jeder mit einer Grundfläche von 100 m². Diese Türme helfen, die enormen Wassermengen zu kühlen, die das System zu verarbeiten hat. Die GEA Kühltürme wurden aufgrund ihrer außerordentlichen Effizienz und ihrer Sparsamkeit im Wasserverbrauch ausgewählt – denn Wasser ist ein kostbares Gut in Dubais trockenem Wüstenklima.

Die GEA-Einheiten können über 95 Prozent des Wassers wieder verwerten, das durch sie hindurchfließt. Und ihr anpassungsfähiges Design lässt eine platzsparende Montage zu. Raum ist eine weitere kostbare Ressource in dieser Stadt der hohen Bauten und der noch höheren Quadratmeterpreise.

GEAs Projektbeteiligung zeugt vom hohen Standard der Ausstattung und Technologie, die im ganzen Gebäude genutzt werden. Neben den extrem guten Schallschutzeigenschaften der Kühltürme sorgt eine spezielle Hightech-Außenverkleidung dafür, dass keine Lärmbelästigung entsteht. Reflektierendes Glas, Aluminium und Paneele aus rostfreiem Stahl sowie rohrförmige vertikale Träger verschönern die schmale Silhouette des Burj.

Aufmerksamen Betrachtern, die aus der Luft auf den Burj hinunterblicken, wird der Grundriss des Gebäudes bekannt vorkommen: Seine geometrische Form erinnert an die Spinnenlilie, ein Narzissengewächs, das in Dubai und dem gesamten Nahen Osten angebaut wird. Andere, nicht minder subtile Details spiegeln den Einfluss islamischer Kultur und Architektur wider.

Leben und Luxus in der Wüste

Kaum zu fassen ist die schiere Größe des Bauvorhabens. Der Turm ist nur das Herzstück eines gigantischen Stadtentwicklungsprojekts. Über 40 neue Wolkenkratzer sollen in den nächsten Jahren rund um den Burj entstehen. In den Augen Vieler gibt es hier bald den prestigeträchtigsten Quadratkilometer der Welt. über 500 Berater aus aller Herren Länder wurden während der Entwurfsphase engagiert. Auf dem Höhepunkt der Bauarbeiten werden über 20.000 Arbeiter auf dem Areal beschäftigt sein. Sie werden mehr als 13,7 Millionen Quadratmeter Wohnraum schaffen – Platz für 30.000 Wohnungen in der Wüste Dubais.

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